Santarcangelo di Romagna und die Küche des Hinterlandes
Wer bei Rimini ausschließlich an Baden denkt, wird vom Zauber seines Hinterlandes überrascht sein, besonders im Marecchia-Tal, das zum Apennin hin ansteigt und auf 90 km Länge die Grenzen zu den Marken und zur Toskana überschreitet. Ausgangspunkt ist Santarcangelo di Romagna, etwa zehn Kilometer von Rimini entfernt an der Via Emilia, das durch die Rocca (Festung) der Malatesta und seine byzantinische Pfarrkirche bekannt ist, welcher der Ort auch seinen Namen verdankt. Feinschmecker wird es in ein „historisches“ Gasthaus in einem antiken Palazzo ziehen, in die Osteria Sangiovesa, wo das Angebot von der Piadina (Fladen) bis hin zum gemischten Fleisch nach Hausfrauenart geht –mit einem reichen Angebot des Kellers und gastronomischen Spezialitäten der Romagna. Eine nächste Etappe könnte Sogliano al Rubicone sein, das sich mit seinem Fossa-Käse einen Namen gemacht hat, der nach alter Tradition aus der Zeit von Räubern und Piraten in unterirdischen Höhlen reift. Dadurch, dass der Käse gestapelt gelagert wird sowie aufgrund der besonderen Fermentierung bekommt er eine unregelmäßige Form und eine feuchte, fettige Kruste. Der Käse selbst ist intensiv in der Farbe und leicht bitter im Geschmack, pikanter werdend und an die Erzeugnisse des Unterholzes erinnernd. Schon in den Marken liegt dann das Montefeltro, mit anderen Geschichten und anderen Köstlichkeiten: Casciotta-Käse aus Urbino, Carpegna-Schinken, die Trüffel von Acqualagna…
Copyright © 2010 Touring Editore Srl, Milano.
www.touringclub.com